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Auf dieser Seite finden Sie unseren Blog des Kinderschutzbund Kreisverband Coburg e.V. Hier finden Sie Nachrichten/Informationen und Gedanken rund um die Lebenssituation von Kindern/Jugendlichen/Familien.

Achtung: Spass macht das Lesen mancher Beiträge nicht! Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Schreiben Sie uns eine E-Mail unter info@kinderschutzbund-coburg.de.

Ein Beitrag von Anke Fröhlich, eine Kollegin aus dem Kinderschutzbund.

Neulich habe ich in einem Buch eine wunderbare Metapher gelesen, die meiner Ansicht nach, die aktuelle Situation im Schulsystem verdeutlicht. So kurz vor den Sommerferien in Bayern sollten wir dieses Bild auf uns wirken lassen, um im kommenden Schuljahr einige "Reinigungsarbeiten" vorzunehmen.

Um welche Metapher handelt es sich nun?

Es ist die Metapher vom künstlich angelegten Fischteich. Das Wasser des Teiches wird sich selbst überlassen. Es kümmert sich niemand darum. Keiner fühlt sich zuständig. Das Wasser wird trübe. Im Herbst werden die Laubblätter nicht von der Oberfläche entfernt. Langsam sinken sie zu Boden und verwandeln sich in Faulschlamm. Dieser gibt schädliche Faulgase an das Teichwasser ab. Die Fische im Teich können sich bis zu einem bestimmten Punkt an die Bedingungen anpassen, doch irgendwann geht es nicht mehr. Sie geben auf.

Das Bild ist düster und verdunkelt sich noch mehr, wenn wir annehmen, dass das Wasser unser Schulsystem darstellt und die Fische unsere Kinder und Jugendlichen.

Auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist folgendes zu lesen: "Die Bundesrepublik Deutschland steckt in einer tiefen Krise. Wir brauchen eine bildungspolitische Trendwende, die das Aufstiegsversprechen erneuert. Ein Weiter-so darf es nicht geben. Das gilt für die Chancen jedes Kindes und für die Zukunft unserer Gesellschaft und Volkswirtschaft. Es ist Zeit für ein neues, konstruktives Miteinander. (...)"

Übertragen auf die Metapher vom Fischteich bedeutet es, dass die Bildungsverantwortlichen - im Grund sind wir es alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben - mehr denn je darauf aufmerksam machen müssen, wie unmöglich es ist, in diesem Teich zu überleben! Der Teich muss schleunigst gereinigt werden von veralterten Organisationsstrukturen, Lehrplan- und Studieninhalten, um im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen mit Herz und Charakter eine Grundreinigung vorzunehmen.

Es darf jetzt eine Vision entstehen von kompetenten Fachkräften, die Orientierung und Halt geben in Zeiten instabiler Verhältnisse. Es bedarf Vorbilder, die begeistert sind von ihrem Tun, die sich nicht zu "fein" sind, sich die Hände dreckig zu machen, um auf dem Grund des Teiches den stinkenden (bildungsfeindlichen) Faulschlamm hochzuholen und zu entsorgen. Wenn das nicht gelingt, dann ist es an der Zeit, einen neuen Teich anzulegen, gefüllt mit Wasser, dass klare Leitbilder im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention in sich trägt und jeden Fisch darin willkommen heißt!

Einige Eindrücke

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